Wie können wir zusammenarbeiten?

11 Spieler sind noch kein Team – so sagt man im Fussball.

So wie im Vergangenen die Zukunft reift, so glimmt in der Zukunft das Vergangene nach (Anna Achmatowa). Bezogen auf Teams kann das bedeuten: Menschen werden von Ereignissen beeinflusst, die sie in ihrer Jugend erlebt haben. Diese Ereignisse prägen ihre Sichtweise und die Werte, nach denen sie sich in der Arbeitswelt orientieren, sowie die Kompetenzen, die sie ausbilden (oder auch nicht ausbilden).

Angenommen, diese These träfe zu … wie würde sich das in den Teams abbilden? Die, die Hierarchie und Sicherheit zu schätzen wissen, treten gerade in den Ruhestand. Wer bleibt? Selbstverwirklicher (die Babyboomer) treffen auf Work-Life Balancer. Und beide Generationen auf die Generation Y – die erste mit einer unbewussten Kompetenz in IT-Angelegenheiten.

Jede Menge potentieller Konflikte: Wissen die Menschen um ihre Stärken und die damit zusammenhängenden blinden Flecke? Und wissen sie auch, wie sie damit respektvoll umgehen? Wird die Stimme einer Generation mehr gehört als eine andere? Wie spiegeln Regeln und Prozesse die Perspektiven der Generationen wieder?

 

Wie sollen wir das schaffen?

Das fragen sich Mitarbeiter_innen, wenn sie erleben, wie viele ihrer Kolleg_innen in den Ruhestand treten. Damit verbunden ist eine große Unsicherheit und die Befürchtung, die Normalität zu verlieren.

Wie können wir bewahren, was für uns normal ist – wertvoll, kostbar, ans Herz gewachsen? Oder einfach nur – vertraut?

Wenn neue Fachkräfte die Lücken wieder füllen, geht das nicht immer reibungslos vor sich. Die Neuen stellen vieles in frage. Sie passen sich nicht unbedingt an die Gewohnheiten an. Sie wollen mitgestalten – umgestalten – mit Ideen, über die die Schon-Dagewesenen die Nase rümpfen: geht nicht. Haben wir auch schon versucht.

Ein Neuanfang ist möglich, wenn der Kontinuitätsbruch sein darf. Und sichtbar wird. Ein aktiver Abschied ist der erste Schritt dazu.

 

„Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“ Vincent Willem van Gogh war jemand mit Mut zum Anderssein. Er malte gerne Blumen. Vor allem Sonnenblumen.

Als systemische Supervisorin ist eine solche Aussage eine wunderbare Gelegenheit – breit wie ein Torbogen – ins Gespräch zu kommen. Auch mit Ihnen. Was an seinen Worten könnte Sie ansprechen, wenn Sie es auf Ihr Leben beziehen?
Fragen können eine Eintrittskarte sein – die eigene Wirklichkeitskonstruktion zu verstehen und die der anderen kennenzulernen. Sie öffnen neue Denkräume. Sie sind der Weg zu Möglichkeiten.
Was Sie, lieber Herr van Gogh und sehr geehrte_r Besucher_in, mit der sog. “Normalität” noch anfangen können, erfahren Sie hier